Berater Blog

Insights zu KI, Software Architektur und Umsetzung

Zwischen Business-Anforderung, Architektur und Delivery entsteht die eigentliche Komplexität moderner Softwareprojekte. Dieser Blog liefert Einblicke, Methoden und Erfahrungen aus genau diesem Spannungsfeld – mit Fokus auf skalierbare Architekturen, effektive Zusammenarbeit und den produktiven Einsatz von KI in der Entwicklung

Warum Unternehmen Features bauen, die niemand kauft – und wie Sie das systematisch verhindern

| Autor: Florian Kittel

Consulting Insight: Pre-Sales Validation

Wenn im Sprint Review plötzlich niemand eine Antwort hat

Montagmorgen, 9:00 Uhr. Sprint Review. Der Raum ist stiller als sonst, nur das leise Tippen auf Laptops und ein kurzes Räuspern durchbricht die Spannung. Einer scrollt nervös durch die Präsentation, ein anderer lehnt sich zurück, die Arme verschränkt. Alle schauen nach vorne. Das Team präsentiert ein Feature, an dem seit drei Monaten gearbeitet wurde – sauber umgesetzt, technisch solide, alle Anforderungen erfüllt. Dann wird es still. Aus dem Fachbereich kommt die erste Frage: „Wer nutzt das eigentlich konkret?“ Ein kurzer Blick in die Runde, niemand antwortet sofort. Die nächste Frage folgt direkt: „Haben wir dafür schon Kunden?“ Wieder keine klare Antwort.

Und wenn Sie ehrlich sind, kennen Sie diese Situation nicht nur – Sie haben sie selbst schon erlebt. Die eigentliche Frage ist: Warum passiert das immer wieder?

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Marktvalidierung als Wachstumstreiber: Warum Unternehmen an Angeboten scheitern, obwohl der Markt längst existiert

| Autor: Florian Kittel

Consulting Insight: Market Validation System

Sie öffnen Ihr Bankkonto und scrollen durch die letzten Abbuchungen. Monat für Monat dieselben Positionen: Software-Abos, Tools, Services – Dinge, die einfach laufen, ohne dass Sie sie hinterfragen. Genau dort liegt etwas, das in Produktstrategien fast immer ignoriert wird. Das ist kein Zufall. Das ist ein Markt. Ein Markt, in dem längst entschieden wurde, dass ein Problem wichtig genug ist, um dauerhaft Geld dafür auszugeben.

Und während genau dort stabil Geld fließt, sitzen Teams parallel in Meetings und diskutieren, welches neue Feature oder welches neue Produkt als Nächstes gebaut werden sollte – oft ohne sich zu fragen, ob irgendwo bereits bezahlt wird. Hier kippt die Logik. Nicht die Ideen fehlen. Der Anker im Markt fehlt. Und in dem Moment, in dem diese Entscheidung getroffen wird, ist der Ausgang oft schon vorgezeichnet – nur spricht es zu diesem Zeitpunkt noch niemand aus.

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Nach Scrum? Wie KI die Organisation von Softwareentwicklung neu definiert

| Autor: Florian Kittel

Scrum wurde für eine Welt entwickelt, in der Softwareentwicklung vor allem durch menschliche Implementierungskapazität begrenzt war. Heute beginnt KI genau diese Grenze aufzulösen.

Wenn Code, Tests und Dokumentation zunehmend automatisiert entstehen können, verschiebt sich der eigentliche Engpass: weg vom Coding – hin zu Entscheidungen, Architektur und organisatorischer Klarheit.

Dieser Artikel zeigt, warum dadurch nicht nur Entwicklungsprozesse schneller werden, sondern sich die gesamte Organisation von Softwareentwicklung verändert – von Teamstrukturen über Rollen bis hin zu Governance und Entscheidungsmodellen.

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AI-Augmented Scrum Wie Teams heute mit KI ihren Scrum-Prozess substanziell verbessern

| Autor: Florian Kittel

Im ersten Teil haben wir die strukturellen Spannungen zwischen klassischem Scrum und KI beleuchtet. Jetzt geht es um die entscheidende Frage:

Was können Teams heute konkret tun – ohne ihr gesamtes Organisationsmodell zu zerlegen?

Die Antwort ist banal – und genau deshalb wird sie in den meisten Organisationen systematisch übersehen: Scrum muss nicht ersetzt werden. Es muss präzise erweitert werden.

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Scrum unter Druck: Warum KI die Spielregeln wirklich verändert

| Autor: Florian Kittel

Sprint Planning am Mittwoch, 14:30 Uhr. Acht Leute im Raum. Alle sind etwas gestresst – unterbrochene Aufgaben, vorherige Meetings. Jetzt sind alle anwesend. Der Product Owner scrollt durch das Backlog, Tickets werden verschoben, Story Points werden geschätzt. Ein Entwickler wirft ein: „Das bekomme ich heute mit Copilot in zwei Stunden hin.“ Kurze Stille. Niemand stellt die offensichtliche Frage. Dann geht es weiter wie geplant.

Genau hier beginnt die eigentliche Transformation: Der Prozess läuft weiter, obwohl sein Engpass längst verschwunden ist. Nicht, weil Scrum falsch ist. Sondern weil es für eine Realität gebaut wurde, die es so nicht mehr gibt – und trotzdem unverändert weiterläuft.

Code entsteht in 30 Minuten statt in zwei Tagen. Tests werden automatisch generiert. Dokumentation wird auf Knopfdruck erzeugt.

Die Frage ist daher nicht mehr, ob KI Scrum unterstützt. Die eigentliche Frage lautet:

Ist Scrum noch das richtige Betriebssystem für Softwareentwicklung im KI-Zeitalter?

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